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Allradantrieb [Drucken]
von klingi am 16.01.2003 22:42:57
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Allradantrieb. Dass vier Räder besser ziehen (und drücken) als zwei, war wohl nicht nur den Audi-Leuten bekannt, aber mit ihrem ersten Audi-Quatro führten sie zweifellos das Vierradkonzept in den normalen Straßenverkehr ein. Der Vorteil bei vier angetriebenen Rädern liegt einerseits klar auf der Hand, aber er ist dennoch nicht so groß, dass nun alle auf dieses Konzept setzen würden. Bei Regen, Schnee und schlechteren Fahrbahnbedingungen ist das vierradangetriebene Fahrzeug immer im Vorteil, aber die wesentlich höheren Baukosten gleichen dies nicht unbedingt aus. Wenn sowohl der Vorderradantrieb und der Hinterradantrieb mit einem Differenzial auskommen, benötigt der Vierradantrieb deren drei Ausgleichgetriebe – eins für jede Achse und eins zwischen den Achsen. Um Einflüsse des Allradantriebs auf eine Antiblockiereinrichtung oder Schlupfregelung auszuschließen, ist die mechanische oder elektronische Verknüpfung der Bauelemente notwendig. Bei hochentwickelten Allradkonzepten wird sogar der Winkel des Lenkeinschlages von einem Rechengerät erfasst, um möglichst jeden Fahrfehler zu vermeiden. Solche Techniken verteuern Fahrzeuge erheblich, so dass es elektronisch gesteuerte Allradantriebe mit Antiblockiereinrichtung und Schlupfregelung nur in der Spitzenklasse gibt. die Antriebskräfte zur Vorderachse und zur Hinterachse, wo wie beim Standardantrieb ein Differential die Kraft auf jeweils eine rechte und eine linke Gelenkwelle zu den Antriebsrädern leitet. Damit es nicht zu Verspannungen im Antriebsstrang kommt, gibt es häufig im Verteilergetriebe ein Mittendifferential, damit sich Vorder- und Hinterradachse mit unterschiedlichen Drehzahlen drehen können. Für Sondereinsätze, etwa bei Wettbewerbsfahrten oder auf glatter Straße, lassen sich je nach Fahrzeugausrüstung das Mittendifferential sowie das Differential der Vorder- bzw. Hinterachse sperren. Im Wageninneren befinden sich entsprechende Schalter bzw. Schalthebel. Ungeachtet der eingelegten Differentialsperre bleibt der Allradantrieb permanent eingeschaltet.
Zuschaltbarer Allradantrieb Manche Fahrzeughersteller gehen davon aus, dass man den Allradantrieb auf normaler Straße nicht braucht. Deshalb besitzen bestimmte Fahrzeuge einen zuschaltbaren Allradantrieb. Hinter Motor, Kupplung und Schaltgetriebe sitzt ein zusätzliches abschaltbares Verteilergetriebe. Falls also das Basisfahrzeug einen Vorderachsantrieb besitzt, wird es im Normalfall ausschließlich über die Vorderachse angetrieben.
Beim Viskoantrieb schaltet sich die Allradtechnik automatisch ein. Für die Kraftübertragung sorgt eine gallertartige Flüssigkeit, die sich bei Drehzahlunterschieden schlagartig versteift. Die Viskokupplung ist besonders für leichte und mittelschwere Pkws geeignet. Da ein Allradantrieb durch die vielen sich zusätzlich drehenden Teile einen höheren Kraftstoffbedarf bewirkt, sollte man ihn nur bei unsicheren Straßenverhältnissen einsetzen.
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| -- Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der genannten Tipps/Informationen -- |
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