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 Übersicht » Funktionserklärungen:
 
  Kraftstoffdruckregler [Drucken]
 Erstellt: 26.03.2005 15:35:29

Wie ist denn nun eigentlich das Prinzip?
Ich habe mir das jetzt auch mal genau angesehen und gebe dies mal auch für die anderen Mitleser wieder.
Eigentlich sprechen wir hier nicht von einem konstanten Benzindruck sondern einen konstanten Differenzdruck zwischen dem Benzindruck der die Einspritzventile versorgt und dem Druck der im Saugrohr herrscht. Dieser ist der Wert der für den Kraftstoffregler steht.
Herrscht im Saugrohr Unterdruck, wird der Kraftstoff förmlich in das Saugrohr nicht nur eingespritzt sondern auch gesaugt. Es würde also mehr Kraftstoff pro Zeiteinheit durch die Düsen fließen als geplant -> zu fettes Gemisch. Bei Turbomotoren kann sogar der Zustand eintreten, dass an der Drosselklappe sogar Überdruck herrscht. Hier würde der Kraftstoff also gegen einen Überdruck eingespritzt werden und damit der effektive Einspritzdruck vermindert: Es würde also weniger Kraftstoff pro Zeiteinheit als geplant eingespritzt werden als geplant -> zu mageres Gemisch.
Der Kraftstoffdruckregler stellt also einen konstanten Differenzdruck ein damit durch die Einspritzventile, weil zwischen Benzindruck im Benzinverteiler und Saugrohrdruck der gleich Druckunterschied herrscht, immer die gleiche Benzinmenge pro Zeiteinheit fließt.
Druckdifferenz = Benzindruck - Druck im Saugrohr => einzustellender Benzindruck = Druckdifferenz + Druck im Saugrohr
Beispiel:
3,0 bar + (- 0,6 bar [Unterdruck]) = 2,6 bar (Benzindruck)
3,0 bar + (+ 1,0 bar [Überdruck]) = 4,0 bar (Benzindruck)

Damit ist bei Systemen mit Rückleitung immer gewährleistet, das die eingespritzte Kraftstoffmenge die durch die Düsen eingespritzt wird pro Zeiteinheit bei allen Druckverhältnissen konstant ist und das STG hier nicht ausgleichend nachregeln muss.
 
-- Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der genannten Tipps/Informationen --
 
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