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Wie funktioniert ESP? [Drucken]
Erstellt: 06.01.2004 09:42:18
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Damit das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) auf kritische Fahrsituationen reagieren kann, muss die Elektronik zwei Fragen beantworten und miteinander abgleichen:
- Wohin lenkt der Fahrer?
- Wohin fährt das Auto?
Wohin der Fahrer sein Auto lenken möchte, das erkennt das ESP mit Hilfe eines Lenkwinkelsensors am Lenkrad und gleicht diese Informationen mit den Daten von den Raddrehzahlsensoren ab. Bis zu 150 mal pro Sekunde vergleicht das ESP den vom Fahrer gewünschten Fahrzustand über den tatsächlichen Kurs des Fahrzeuges. Die tatsächliche Fahrbewegung ermittelt das ESP über einen Gierratensensor - gieren nennt man die Drehbewegung des Fahrzeuges um seine Hochachse - und einen Querbeschleunigungssensor. Erkennt die elektronische Auswertung in der Steuereinheit, dass die tatsächliche Fahrzeugbewegung vom Richtungswunsch des Fahrers deutlich abweicht und damit Schleudergefahr eintritt, dann greift das System innerhalb von Sekundenbruchteilen in das Bremsen- und Motormanagement ein.
ABS und die Antriebsschlupfregelung (ASR) beeinflussen die Längsdynamik des Fahrzeugs. ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen. Die Antriebsschlupfregelung ASR verhindert das Durchdrehen der Räder beim Anfahren und Beschleunigen.
ESP geht über die Funktionen beider Systeme hinaus: Es beeinflusst zusätzlich die Querdynamik und reduziert so die Schleudergefahr in allen Fahrsituationen. Es erkennt die Gefahrensituation und arbeitet selbstständig. Durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder stabilisiert ESP das Fahrzeug und hält es sicherer in der Spur.
3D-Animation: http://www.kraftfahrzeugtechnik-heute.de/k/de/esp/aktion/asf/esp_3d_dt.asf
Hat ESP Grenzen?
Auch für den Bremseneingriff des ESP-Systems gilt die gleiche Einschränkung wie für jede ABS-Bremsung: Das System kann nur im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten helfen. Die Sicherheits-Systeme sind also kein Freibrief für unvernünftiges Fahrverhalten.
Quellen: Bosch, PRO7
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