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EASYDIAG

easyDiag ist eine Sammlung von Informationen und kleinen Tools, welche die Diagnose oder Umprogrammierung verschiedener Steuergeräte über den VAG Diagnosebus erleichtern. Die vorliegende Version wurde weitgehend auf die Eigenschaften des Audi A3, S3 und TT abgestimmt - andere Audi Modelle besitzen aber oft ähnliche Eigenschaften.

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Für den Offline-Gebrauch dieser Seite wählt man im Datei-Menü des Internet Explorers den Menüpunkt Speicher-Unter an und speichert sich diese Seite als Web-Archiv (*.mht Datei) auf dem lokalen Rechner.

Änderungswünsche und/oder Anregungen bitte im audi-speed.com Onboard Diagnose-Forum posten.

Haftungsausschluss:
Es wird keine Haftung für Schäden oder Folgeschäden, welche durch Informationen auf dieser Seite enstanden sind, übernommen.

Hinweis:
Die Seite funktioniert im Moment nur mit dem Internet Explorer!

Die Arbeitsabläufe beziehen sich auf die Verwendung von VAG-COM. Die Werte hinter den Button Labels (z.B. "Meas. Blocks - 08") beziehen sich auf die Funktionsnummer bei den VAG Diagnosegeräten (z.B. VAG 1551).

 
Versionshistorie
Version Bemerkungen
1.01
  • Kleinere Bugs bei den Rechnern behoben
1.0
  • easyDiag wird ab sofort auf audi-speed.com gehostet
0.94
  • Haldexkupplung deaktivieren
0.93
  • Abgastemperaturmessung
  • Ansauglufttemperaturmessung
  • Drehmomentmessung
  • Carfanatics Popometer
  • Durchzugsmessung
0.92
  • Parkdistanzkontrolle
  • Momentane Verbrauchsanzeige
  • Links
  • Change Log eingeführt
 
Inhalt
Zentralverriegelung
 
Info:
Das ZV-Steuergerät wird mit dem Adresswort 35 auf dem Diagnosebus angewählt. Zu den Komfortmerkmalen die mit der Codierung verändert werden können, kommen bei neueren Modellen (ca. Mj 2002) auch Anpassungskanäle ins Spiel. Dort können z.B. über Anpassungskanal 62 verschiedene Detaileigenschaften der Komfortöffnung/-schliessung gesteuert werden.
Eigenschaft   Bemerkungen
Heckklappenentriegelung Beim mechanischen Aufschliessen der Heckklappe (über Heckklappenschloss), entriegelt und öffnet diese. Die Heckklappe kann somit ohne Betätigung des Softtouches geöffnet werden.
Diebstahlwarnanlage blinken Warnblinken bei Aktivierung der Diebstahlwarnanlage
Selektive Zentralverriegelung Wird die ZV nur einmal betätigt (Schlüssel oder Fernbedienung), so wird die Fahrertür und die Tankklappe entriegelt, während die Beifahrertür verschlossen ist. Wird die ZV sofort ein zweites Mal betätigt, werden die restlichen Türen und die Heckklappe mit entriegelt.
Diebstahlwarnanlage Diebstahlwarnanlage aktivieren/deaktivieren
Halbautomatisches Verdeck Aktiviert/Deaktiviert die Diebstahlwarnanlage
Fahrt-Verriegelung Türen werden ab einer Geschwindigkeit von ca. 20 km/h automatisch verriegelt.
Komfortöffnen/-schliessen Komfortöffnen/schliessen über die Funkfernbedienung (z.B. beim Schliessen nach längerem Druck auf die Funkfernbedienung das Schiebedach und Fenster schliessen lassen). Siehe auch Anpassungskanal 062.
Rechtslenker Fahrzeug mit rechtsseitiger Lenkung
Heckklappenlogik (DWA) ? Alarmzyklussounder für RWD? (keine Ahnung was das sein soll)
Schliessblinken Quittierung bei Schliessung über Funkfernbedienung (1x Blinken)
Schliesshupen Kurzer Ton über DWA-Hupe, wenn das Fahrzeug geschlossen wird.
Fensterheber USA Logik Alle Fensterheber ausser Funktion, wenn die Zündung aus ist und gleichzeitig die Fahrertür geöffnet ist.
Öffnungsblinken Quittierung beim Öffnen über Funkfernbedienung (2x Blinken)
Funkfernbedienung Funkfernbedienung aktivieren/deaktivieren
Codierung:
 
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 35 das ZV-Steuergerät anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. Bestehende Codierung ("Soft. Coding") in das oben stehende Formularfeld übertragen
  4. Komfortmerkmale auswählen/abwählen
  5. "Recode (07)" anwählen
  6. Neue Codierung eintragen. Der Workshop-Code bleibt gleich.
    (ist eine Audi-interne Nummer, über die der letzte mutierende Händler identifiziert werden kann)
  7. "Do it!"
  8. Mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
 
Anpassungskanal Beschreibung Hinweis
062 Komfortöffnen/-schliessen
Bit 0 = Komfortschliessen über FFB für Fensterheber
Bit 1 = Komfortöffnen über FFB für Fensterheber
Bit 2 = Komfortschliessen über Schliesszylinder für Fensterheber
Bit 3 = Komfortöffnen über Schliesszylinder für Fensterheber
Bit 4 = Komfortschliessen über FFB für Schiebedach
Bit 5 = Komfortöffnen über FFB für Schiebedach
Bit 6 = Komfortschliessen über Schliesszylinder für Schiebedach
Bit 7 = Komfortöffnen über Schliesszylinder für Schiebedach
Ab Mj 2002? (nur A4?)
Umrechner
Standardeinstellung für Deutschland ist 095
 
Werksradio (inkl. Navi+)
 
Info:
Das Radiosteuergerät wird mit dem Adresswort 56 auf dem Diagnosebus angewählt. Die Werte gelten für die Mj 98 bis ca. 01.
Eigenschaft   Bemerkungen
Länderkennung Standard ist 0.
Soundabstimmung Standard ist 0. Hier wird in Zukunft die Klangkurvenvoreinstellung vorgenommen.
Ferngespeiste Antenne Die Radioantenne wird fremdgespeist (Standard beim Concert).
CD Wechsler Es ist ein CD Wechsler verbaut.
Zweitdisplay Radio nutzt FIS Display zur Anzeige von Track/Frequenzdaten über "3-Leiter"
BOSE Soundsystem Wird die Soundsystem Korrektur für das vorhandene BOSE System deaktiviert, so kommt das Subwööfchen erst richtig zum Zug. Geeignet für Freunde basslastiger Musik. Der Bass kann jetzt bis +6 hochgeregelt werden.
Passive Lautsprecher   Anzahl der passiven Lautsprecher
  keine passiven Lautsprecher vorhanden (BOSE Soundsystem). Fader-Regler am Radio aktiviert.
  ein passiver Lautsprecher vorne links vorhanden (BOSE Soundsystem mit Freisprecheinrichtung und/oder Navigation). Fader-Regler am Radio aktiviert.
  zwei passive Lautsprecher vorne und zwei aktive Lautsprecher hinten
  zwei passive Lautsprecher vorne und keine aktiven Lautsprecher hinten. Fader-Regler am Radio deaktiviert.

Codierung: (5-stellig)
 
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 56 das Radiosteuergerät anwählen
  2. Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. Bestehende Codierung ("Soft. Coding") in das oben stehende Formularfeld übertragen
  4. Eigenschaften auswählen/abwählen
  5. "Recode (07)" anwählen
  6. Neue Codierung eintragen. Der Workshop-Code bleibt gleich
    (ist eine Audi-interne Nummer, über die der letzte mutierende Händler identifiziert werden kann).
  7. "Do it!"
  8. Mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
 
Kombiinstrument
 
Info:
Das Kombiinstrument wird mit dem Adresswort 17 auf dem Diagnosebus angewählt. Die Umcodierung des Kombiinstruments ist in den seltesten Fällen erforderlich, nur z.B. bei Motorumbauten. Die Eigenschaften werden fast ausschliesslich über die Anpassungskanäle des Kombiinstrumentes gesteuert. Wenn ein Wert in der Tabelle mit "n" gekennzeichnet ist, so stellt es einen Platzhalter für den dort bereits stehenden Wert dar. Es sind nur die gebräuchlichsten Anpassungskanäle aufgeführt.
Anpassungskanal Beschreibung Hinweis
003 Verbrauchtsanzeige
Die Verbrauchsanzeige im FIS Display kann in diesem Anpassungskanal beinflusst werden. Der Wertebereich geht von 85% bis 115%, die Eingabe muss in 5% Schritten erfolgen.
Beispiel: Gewünschter Wert 90% -> Eingabe: 00090
 
019 Tacho-Beleuchtungssteuerung
0nnnn = Tacho wird erst mit Lichtschalter beleuchtet
1nnnn = Zeiger permanent beleuchtet
2nnnn = Zahlen permanent beleuchtet
3nnnn = Zeiger und Zahlen permanent beleuchtet
Ab Mj 2002
  Bordcomputer
n0nnn = nur Ebene 2
n1nnn = Ebene 1 und 2
Ab Mj 2002
  Fahrerinformationssystem (FIS)
nn0nn = FIS aktiviert
nn1nn = FIS deaktiviert
Ab Mj 2002
  Aussentemperaturanzeige
nnn0n = Anzeige aktiviert
nnn1n = Anzeige deaktiviert
Ab Mj 2001?
Lässt sich nicht in allen Modellen deaktivieren
  Funkuhrsteuerung
nnnn0 = Funkuhr deaktiviert
nnnn1 = Funkuhr aktiviert (Hinweis: wird in einigen Ländern nicht verbaut, kann aber nachgerüstet werden).
Ab Mj 2001
030 Tankgeberkennlinie  
062 Komfort-CAN-Bus Ausstattungsmerkmale
Bit 0 = Radio Symphony vorhanden
Bit 1 = Telefon vorhanden
Bit 2 = Navigation vorhanden
Bit 3 = Telematik vorhanden
Mj 2000 und 2001. 2002?
Umrechner
 
Tankgeberkennlinie
 
Info:
Die Tankgeberkennlinie beschreibt die im Kombiinstrument anzuzeigende Füllmenge wenn ein bestimmter Widerstand am Tankgeber anliegt. Durch diverse Einflüsse kann die Kennlinie unzureichend sein. Dies äussert sich z.B. durch einen Liegenbleiber mangels Treibstoff, obwohl die Nadel den roten Bereich noch nicht berührt.
 
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 17 das Kombiinstrument anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Adaptation (10)" anwählen.
  4. Kanal 30 eingeben.
  5. "Read". Der Standardwert ist 128. Dieser kann nun in beide Richtungen in 1 Ohm-Schritten verändert werden. Die Minimal- und Maximalwerte sind üblicherweise 120 bis 136.
  6. Mit "Test" den gewünschten Wert auf Gültigkeit prüfen und mit "Save" einspeichern.
 
Verbrauchsanzeige anpassen
 
Info:
Mit dieser Funktion kann bei Fahrzeugen mit Fahrerinformationssystem (FIS) die Verbrauchsanzeige korrigiert werden, wenn die Anzeige nicht dem tatsächlichen Kraftstoffverbrauch entspricht.
 
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 17 das Kombiinstrument anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Adaptation (10)" anwählen.
  4. Kanal 03 eingeben.
  5. "Read". Der Standardwert ist 100 (=100%). Dieser kann nun in beide Richtungen in 5%-Schritten verändert werden. Die Minimal- und Maximalwerte sind üblicherweise 85% bis 115%. Die Eingabe erfolgt immer ohne das %-Zeichen
  6. Mit "Test" den gewünschten Wert auf Gültigkeit prüfen und mit "Save" einspeichern.
 
Gurtwarnleuchte
 
Info:
Drucksensoren in den Sitzen sind leider keine vorhanden, trotzdem kann man dem Kombiinstrument beibringen, beim Zündungs-Ein die Gurtwarnlampe für ein paar Sekunden zum Leuchten zu bringen. Wem's gefällt ;-)
 
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 17 das Kombiinstrument anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Recode (07)" anwählen.
  4. Angezeigten Software Coding Wert auf einen Zettel schreiben!
  5. Die ersten beiden Ziffern beschreiben die Mehrausstattung. Üblicherweise sind sie "00". Diese ersten beiden Ziffern nun auf 02 ändern und den Rest des Wertes beibehalten. Z.B. wird aus dem Wert "00044" (4 Zylinder-Ottomotor, Deutschland) nun "02044". Alles klar? Je nach Land/Motor können die hinteren Ziffern abweichen. Den Workshop Code sein lassen.
  6. "Do it!"
  7. Beim nächsten Zündungs-Ein sollte die Gurtwarnleuchte für einige Sekunden aufleuchten.
  8. Wenn's nervt oder nicht funktioniert: Mit dem Zettelwert erneut recoden.
 
Motorsteuergerät
 
Info:
Das Motorsteuergerät wird mit dem Adresswort 01 auf dem Diagnosebus angewählt. Die Umcodierung des Motorsteuergeräts ist in den seltensten Fällen erforderlich.
 
Drosselklappenanpassung
 
Info:
Mit der Anpassung lernt das Motorsteuergerät bei eingeschalteter Zündung und stehendem Motor verschiedene Positionen der Drosselklappe. Diese Positionen werden im Steuergerät gespeichert. Die Rückmeldung, wo sich die Drosselklappe befindet, erfolgt über die Winkelgeber (Potentiometer). Wird die Drosselklappensteuereinheit oder das Motorsteuergerät aus- und eingebaut oder die Spannungsversorgung vom Motorsteuergerät unterbrochen, muss immer eine Anpassung durchgeführt werden.
Der Lernvorgang (Anpassung) erfolgt:
  • automatisch, wenn die Zündung mindestens 10 Sekunden eingeschaltet wird, ohne Anlasser oder Gaspedal zu betätigen und das Motorsteuergerät erkennt, dass die abgespeicherten Spannungswerte der Winkelgeber nicht mit den aktuell gemessenen Spannungswerten in einem gewissen Toleranzbereich übereinstimmen.
    Hierbei ist jedoch nicht ersichtlich, ob die Anpassung erfolgreich war oder nicht.
  • Durch manuelle Einleitung der Grundeinstellung
Die Prozedur funktioniert nur bei indirekt angesteuerter Drosselklappe (E-Gas) . Beim E-Gas wird die Drosselklappe nicht durch einen Seilzug vom Gaspedal aus betätigt. Es besteht keine mechanische Verbindung zwischen Gaspedal und Drosselklappe.
 
Voraussetzungen:
  • Zündung ein, Anlasser oder Gaspedal nicht betätigt
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 01 das Motorsteuergerät anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Meas. Blocks (08)" anwählen
  4. Anzeigegruppe 060 anwählen. Bei älteren Fahrzeugen ist es Anzeigegruppe 098.
  5. "Go!"
  6. "Switch To Basic Settings" (04 Grundeinstellung) anwählen
  7. "Go!". Die Anpassung wird nun durchgeführt, auf dem Rechner sollte die Meldung "ADP Run" angezeigt wurden. Einige Sekunden später sollte "ADP OK" erscheinen. Wird "ERROR" angezeigt: Fehlerspeicher abfragen.
  8. Mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
 
Geschwindigkeitsregelanlage (GRA)
 
Info:
Damit eine nachgerüstete GRA funktioniert, muss sie im Motorsteuergerät freigeschaltet werden
 
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 01 das Motorsteuergerät anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Login (11)" anwählen
  4. Freischaltcode 11463 eingeben (der Wert scheint für alle Modelle/Motortypen identisch zu sein). Wer die GRA aus irgend einem Grund deaktivieren will, der verwendet den Deaktivierungscode 16167
  5. "Do it!"
  6. Im Feld "Component" des Steuergerätes sollte nun der Buchstabe G erscheinen
  7. Mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
 
Luftmassenmessung
 
Info:
Der Luftmassenmesser teilt dem Motorsteuergerät die gerade angesaugte Luftmasse mit. Defekte Luftmassenmesser sind für eine breite Palette von Fehlersymptomen verantwortlich. Leider sind sie relativ fehleranfällig und zudem sehr teuer.

Bewährt hat sich die Messung, bei der aus dem 1. Gang hochbeschleunigt (zur Schonung des Materials kann man dabei einen rollenden Start machen) und durchgeschalten wird. Dabei sollte man praktisch in den Drehzahlbegrenzer hochdrehen, da das Maximum der Luftmasse erst bei hohen Drehzahlen zustande kommt.

Voraussetzungen:
  • Kühlwassertemperatur ~90 Grad Celsius
  • Motor warmgelaufen (sollte nach ca. 10km Fahrt der Fall sein)
Tipp: Die aktuelle Kühlwassertemperatur ist in Anzeigegruppe 003 in Feld 3 zu finden, da die Anzeige im Kombiinstrument in einem bestimmten Temperaturband geschönt wird.
Wichtig: Nur eine Anzeigegruppe aufs Mal loggen, da jede weitere Anzeigegruppe den Datendurchsatz massiv verkleinert.
 
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 01 das Motorsteuergerät anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Meas. Blocks (08)" anwählen
  4. Anzeigegruppe 002 anwählen.
  5. "Go!". Die aktuelle Luftmasse wird in Feld 4 dargestellt, als Gramm pro Sekunde.
  6. Datalogging aktivieren
  7. Nach der Messung mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
  8. Auswerten der erzeugten Daten z.B. mit Excel und Vergleichen mit den Referenzwerten und -charts
Hier kann man Referenzwerte für herunterladen: http://www.zac.ch/users/sunstar/messungen. Die Daten sind im *.xls Format abgelegt.
 
Ladedruckmessung
 
Info:
Mit der Ladedruckmessung wird der atmosphärische Luftdruck gemessen, mit welchem die Abgasturbine des Turboladers betrieben wird. Der maximale Ladedruck ist nicht unbedingt sehr aussagekräftig, interessanter ist der Verlauf des Ladedrucks über den Drehzahlbereich - wobei der maximale Ladedruck natürlich gewisse Toleranzwerte je nach Motortyp nicht regelmässig übersteigen sollte.

Bewährt hat sich die Messung, bei der aus dem 1. Gang hochbeschleunigt (zur Schonung des Materials kann man dabei einen rollenden Start machen) und durchgeschalten wird. Dabei muss man nicht unbedingt in den Drehzahlbegrenzer hineindrehen, da der maximale Ladedruck nach ca. 5500 u/Min wieder abfällt. In höheren Gängen liegt bei tieferen Drehzahlen ein höherer Ladedruck an als in tieferen Gängen (1-3).

 
Voraussetzungen
  • Kühlwassertemperatur ~90 Grad Celsius
  • Motor warmgelaufen (sollte nach ca. 10km Fahrt der Fall sein)

Tipp: Die aktuelle Kühlwassertemperatur ist in Anzeigegruppe 003 in Feld 3 zu finden (teilweise muss der Wert 100 subtrahiert werden!). Ansauglufttemperatur steht in Feld 4.

Wichtig: Nur eine Anzeigegruppe aufs Mal loggen, da jede weitere Anzeigegruppe den Datendurchsatz massiv verkleinert.

 
Arbeitsablauf
  1. Mit Adresswort 01 das Motorsteuergerät anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Meas. Blocks (08)" anwählen
  4. Anzeigegruppe 115 anwählen.
  5. "Go!". Der aktuelle Ladedruck wird in Feld 4 in der Einheit mbar dargestellt. Darin ist der atmosphärische Druck mit enthalten. Um den relativen Ladedruck (wird normalerweise verwendet) zu erhalten, muss der aktuelle atmosphärische Druck subtrahiert werden. Falls nicht bekannt, kann man grob 1 Bar (atmosphärischer Normaldruck auf Meereshöhe) subtrahieren.
  6. Datalogging aktivieren
  7. Nach der Messung mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
  8. Auswerten der erzeugten Daten z.B. mit Excel und Vergleichen mit den Referenzwerten und -charts
 
Referenzwerte
findet man für einige VAG Fahrzeuge hier: http://www.zac.ch/users/sunstar/messungen. Die Daten sind im *.xls Format abgelegt.
 
Abgastemperaturmessung
 
Info:
Misst die Temperatur der Abgase. Modelle, bei denen zwei Lambdasonden verbaut sind, besitzen zusätzlich einen Abgastemperaturgeber (ab MJ 2001). Bei früheren Modelljahren fehlt der Geber - der Wert anhand diverser Einflussgrössen errechnet.
 
Arbeitsablauf
  1. Mit Adresswort 01 das Motorsteuergerät anwählen
  2. "Meas. Blocks (08)" anwählen
  3. Anzeigegruppe 034 anwählen.
  4. "Go!". Die aktuelle Abgastemperatur wird in Feld 2 in der Einheit °C dargestellt.
  5. Datalogging aktivieren
  6. Nach der Messung mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
  7. Auswerten der erzeugten Daten z.B. mit Excel und Vergleichen mit den Referenzwerten und -charts (sofern vorhanden)
 
Ansauglufttemperatur
 
Info:
Misst die Temperatur der angesaugten Luft beim Saugrohr (also nach Verdichtung und Ladeluftkühlung bei Modellen mit Turbolader).
 
Arbeitsablauf
  1. Mit Adresswort 01 das Motorsteuergerät anwählen
  2. "Meas. Blocks (08)" anwählen
  3. Anzeigegruppe 006 anwählen.
  4. "Go!". Die aktuelle Ansauglufttemperatur wird in Feld 3 in der Einheit °C dargestellt.
  5. Datalogging aktivieren
  6. Nach der Messung mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
  7. Auswerten der erzeugten Daten z.B. mit Excel und Vergleichen mit den Referenzwerten und -charts (sofern vorhanden)
 
Drehmomentmessung
 
Info:
Die Art der Programmierung der Steuergeräteelektronik rechnet den erhaltenen Gaspedalstellungsbefehl in eine Soll-Drehmomentanforderung um. Die Elektronik versucht permanent, das Soll-Drehmoment unter Berücksichtigung von weiteren Gebern durch Steuerung von zahlreichen Aktoren zu erreichen.

Netterweise wird das Ist-Drehmoment über einen Messwertblock zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich ersetzt dieser errechnete Wert keinen Prüfstand. Die Werte besitzen jedoch eine gewisse, relative Aussagekraft, wenn man vorher/nachher Messungen durchführen will.

 
Arbeitsablauf
  1. Mit Adresswort 01 das Motorsteuergerät anwählen.
  2. "Meas. Blocks (08)" anwählen.
  3. Anzeigegruppe 120 anwählen.
  4. "Go!". Das Ist-Drehmoment wird in Feld 1 in der Einheit Pseudo-Nm dargestellt.
  5. Datalogging aktivieren.
  6. Nach der Messung mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen.
  7. Auswerten der erzeugten Daten über die Auswertungstabelle von Carfanatic (siehe oben).
 
Carfanatics Popometer
 
Info:
Das Popometer ist eine Auswertungstabelle, wo Energie in PS umgerechnet wird. Weitere Informationen dazu findet man direkt über diesen Link. Bitte postet dort Eure damit gemachten Erfahrungen!

 
Durchzugsmessung
 
Info:
Anstelle von potentiell ungenauen Glotz-Auf-Tacho-Und-Stoppuhr-Drück-Messungen kann man das auch über einen Geschwindigkeitsmessblock mitloggen, und das sogar ohne Mithilfe eines Beifahrers. Durch die Abtastrate von ~3-4 Samples/Sekunde wird eine ausreichende Genauigkeit erreicht, wenn mehrere gleichartige Messungen durchgeführt werden und der Durchschnitt daraus ermittelt wird. Dabei ist zu beachten, dass keine weitere Gruppe mitgeloggt wird, sonst sinkt die Abtastrate massiv. Ob von 0-100 km/h, 127-231 km/h, im selben Gang oder durchgeschaltet usw., der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mit dem Marker-Setzen-Feature kann man die verschiedenen Messungen voneinander abgrenzen (evtl. Marker-Nummer und Art der Messung notieren). Im VAG-COM Log findet man relative Zeit jedes Logeintrags in der ersten Spalte. Jetzt noch die Differenz der Zeit zwischen Start- und Endgeschwindigkeit bilden und fertig.
 
Arbeitsablauf:
  1. Mit Adresswort 01 das Motorsteuergerät anwählen
  2. "Meas. Blocks (08)" anwählen
  3. Anzeigegruppe 005 anwählen.
  4. "Go!". Die aktuelle Geschwindigkeit wird in Feld 1 in der Einheit km/h dargestellt.
  5. Datalogging aktivieren
  6. Nach der Messung mit "Close Controller (06)" Steuergerät verlassen
  7. Auswerten der erzeugten Daten
Übersicht Messgruppen des Motorsteuergerätes
 
Messwertblock Beschreibung Hinweis
Falls ein Kanal keine Werte anzeigt, so ist er wahrscheinlich in der vorliegenden Steuergeräteversion nicht vorhanden. Dies trifft vor allem bei älteren Steuergeräte zu.
000 - 009 Hauptmotordaten www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/000.html
010 - 019 Einspritzungs- und Fehlzündungsüberwachung www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/010-019.html
020 - 029 Klopfkontrolle www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/020-029.html
030 - 049 Gemischkontrolle, O2-Sensor, Katalysator www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/030-049.html
050 - 059 Motordrehzahlkontrolle www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/050-059.html
060 - 069 Drosselklappensteuerung www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/060-069.html
070 - 079 Abgassystemkontrolle (EVAP, Sec, AIR, EGR) www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/070-079.html
080 - 085 Steuergeräteidentifikation www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/070-079.html
090 - 098 Nockenwellen und Einlasskrümmer Kontrolle www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/090-098.html
099 - 100 Austauschbare Gruppen www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/099-100.html
101 - 109 Benzineinspritzung www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/101-109.html
110 - 119 Motorlast und Ladedruckkontrolle www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/110-119.html
120 - 129 Steuergerätekommunikation www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/120-129.html
130 - 137 Motorkühlung www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/130-137.html
140 - 147 BDE www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/140-147.html
160 - 169 Lamda Kontrolle für SULEV-ULEV www.ross-tech.com/vag-com/m_blocks/160-169.html
 
Steuergerät für Bremselektronik
 
Info:
Das Steuergerät für Bremselektronik ist für die Regelung und Überwachung von ABS/ESP/EDS/ASR zuständig. Die hier beschriebenen Möglichkeiten dürfen unter keinen Umständen auf öffentlichen Strassen ausprobiert werden!
 
Haldexkupplung deaktivieren
 
Info:
Um das Fahrzeug auf einem Rollenprüfstand zu testen ist es in den meisten Fällen notwendig, die Haldexkupplung für den Allradantrieb zu deaktivieren, um vernünftige Messresultate zu erhalten. Die Deaktivierung des Allradantriebes wird durch die Deaktivierung des Längsbeschleunigungsgebers (nur Fahrzeuge mit ESP) erreicht. Bei Fahrzeugen ohne ESP muss stattdessen die ABS Sicherung gezogen (funktioniert natürlich auch bei Fahrzeugen mit ESP) werden für die Dauer der Messung. Nach der Messung wird in diesem Fall die ABS Leuchte für eine kurze Dauer aufleuchten.
 
Arbeitsablauf
  1. Zündung einschalten
  2. Mit Adresswort 03 das Steuergerät für die Bremselektronik anwählen
  3. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  4. "Meas. Blocks (08)" anwählen.
  5. Kanal 40 eingeben.
  6. "Go"
  7. "Switch To Basic" Settings anwählen
  8. Mit "Go" auf Kanal 40 die Grundeinstellung durchführen, was in diesem Fall das Steuergerät instruiert, den Geber für die Längsbeschleunigung zu deaktivieren was wiederum zur Folge hat, dass die Haldexkupplung temporär nicht mehr aktiv wird.
  9. Motor starten
  10. Leistungsprüfung durchführen
  11. Der Geber für Längsbeschleunigung wird durch Aus- und anschliessendem Einschalten der Zündung wieder aktiviert.
 
Diebstahlwarnanlage (DWA)
 
Info:
Das Steuergerät der Diebstahlwarnanlage (DRW) wird mit dem Adresswort 45 auf dem Diagnosebus angewählt.
 
Ultraschallsensoren (DWA)
 
Info:
Die Empfindlichkeitseinstellung der Ultraschallsensoren für die Innenraumüberwachung kann so eingestellt werden, dass die Sensoren weniger empflindlich reagieren.
 
Arbeitsablauf
  1. Mit Adresswort 45 die Diebstahlwarnanlage anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Adaptation (10)" anwählen.
  4. Kanal 01 eingeben.
  5. "Read". Der Standardwert ist 100 (=100%). Dieser kann nun bis auf 50 (=50%) heruntergesetzt werden.
  6. Mit "Test" den gewünschten Wert auf Gültigkeit prüfen und mit "Save" einspeichern.
 
Parkdistanzkontrolle (APS)
 
Info:
Das Steuergerät der Parkdistanzkontrolle, auch Acoustic Parking System (APS) genannt, wird mit dem Adresswort 13 auf dem Diagnosebus angewählt. Die Distanz zu einem Hindernis wird mit mehreren Ultraschallsensoren nach dem Echolotprinzip ermittelt.
 
Lautstärke
 
Arbeitsablauf
 
  1. Mit Adresswort 13 die Parkdistanzkontrolle anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Adaptation (10)" anwählen.
  4. Kanal 01 eingeben.
  5. "Read". Der Wert 4 steht für mittlere Lautstärke. Ein höherer Wert bedeutet lauter, ein tieferer Wert leiser.
  6. Mit "Test" den gewünschten Wert auf Gültigkeit prüfen und mit "Save" einspeichern.
 
Tonhöhe
 
Arbeitsablauf
 
  1. Mit Adresswort 13 die Parkdistanzkontrolle anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Adaptation (10)" anwählen.
  4. Kanal 02 eingeben.
  5. "Read". Der Wert 0 steht für eine Tonfrequenz von 500 Hz. Wert 4 steht für 2000 Hz.
  6. Mit "Test" den gewünschten Wert auf Gültigkeit prüfen und mit "Save" einspeichern.
Navigationssystem (werkseitig verbaut)
 
Reifenumfang
 
Info:
Während sich handelsübliche Geräte selbst auf den Reifenumfang kalibrieren können, scheint dieses Feature in den werkseitig verbauten Navigationssystemen noch nicht vorhanden zu sein. Damit die Navigation nach wie vor präzise Funktioniert, muss nach dem Reifenwechsel auf eine andere Dimension möglicherweise der neue Reifenumfang eingegeben werden. Der hier beschriebene Arbeitsablauf ist identisch für RNS und BNS Navigationssysteme.
 
Arbeitsablauf
  1. Mit Adresswort 37 den Navigationsrechner anwählen
  2. "Fault Codes (02)" kontrollieren. Sind Fehler vorhanden, Prozedur abbrechen.
  3. "Adaptation (10)" anwählen
  4. Kanal 01 anwählen.
  5. "Read". Der angezeigte Wert entspricht dem Reifenumfang in mm. Neuen Wert eingeben und mit "Test" auf Gültikeit prüfen lassen, mit "Save" abspeichern.
  6. Mit "Done, Go Back" den Kanal verlassen
 
Reifenumfangtabelle
Reifendimension(en) Umfang (in mm)
185/65 R15 1895
195/65 R15 1935
205/60 R15 1910
205/55 R15, 225/45 R17, 205/55 R16 1930
255/35 R18 1937
225/40 R18 1940
 
Binär/Dezimal Umrechner
Info
Mit diesem Umrechner können Dezimalwerte in Bits und umgekehrt konvertiert werden.
Bit 0Bit 1Bit 2Bit 3Bit 4Bit 5Bit 6Bit 7Bit 8Bit 9Bit 10Bit 11Bit 12Bit 13Bit 14Bit 15Bit 16
Dezimalwert:
 
Links
URL Beschreibung
www.navi-projekt.de Neues Hintergrundbild im Navi+ gefällig?
www.zusatzinstrumente.de Erweiterung für den Bordcomputer im Audi und VW
www.ross-tech.com Die VAG-COM Website des Entwicklers
autos.groups.yahoo.com/group/VAG-COM Englischsprachiges Supportforum von VAG-COM
www.diagnosetool.de Deutscher Distributor von VAG-COM inkl. Interfaces
www.auto-intern.com Deutscher Distributor von VAG-COM inkl. Interfaces
www.shadetreesoftware.com ProDiag VAG Diagnosetool für den Palm
www.openobd.org Eigendiagnose im VAG-Konzern
Ursprünglich erstellt für den audi-speed.com Diagnose-Event am Clubtreff 2002